FußSpuren
gestern & heute von Eberhard Klaus Götze
hinterlassen ...

FußSpuren.

hinterlässt ein jeder - mal größer, mal kleiner, tiefer oder flacher, und früher oder später mit Sicherheit im Treibsand des Zeitenlaufes verweht.

Diese Homepage ist keine bedeutsame "Werkschau", sondern vielmehr ein Arbeitsbericht, rückblickend auf über 60 Jahre alltäglicher, freudvoller Beschäftigung mit Fotografie und Fotografik.





VitaKompakt.

Geboren 1940 in Dresden. Aufgewachsen in der Dresdner Neustadt mit vielfältigen Beschäftigungen: Elektrobasteleien - Kinderchor des Landessenders Dresden - Schulchor - Kurende der Martin-Luther-Kirche - Pionierorganisation - Pioniereisenbahn - Junge Gemeinde sowie Posaunenchor der Martin-Luther-Kirche. (Bis Mitte der 1950er Jahre war ein nebeneinander von staatlich gelenkten und kirchlich begründeten Aktivitäten noch problemlos möglich.)
Infolge einer Fehlsichtigkeit hat sich der Berufswunsch "Betriebs- und Verkehrseisenbahner" zerschlagen und nach einem zweijährigen "Zwischenaufenthalt" an der Oberschule erfolgte der berufliche Einstieg in die Fotografie, mit der Ausbildung zum "Reproduktionsfotograf" für Offsetdruck.
Bereits in der Oberschulzeit erwachte das Interesse für gestaltende Fotografie und die Mitarbeit in einem Fotozirkel des Kulturbundes führte zu dem neuen Berufswunsch.
Der Weg hierzu führte ab 1961 über ein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Abt. Fotografik, und wurde 1966 mit dem Diplom abgeschlossen.
Von 1967-2002 freiberufliche Tätigkeit als Diplomfotograf / Fotodesigner.
Der Start in die freiberufliche Tätigkeit wurde durch die Familie aktiv unterstützt und gefördert.
Ab 2002 im unruhigen Ruhestand mit abwechslungsreichen Hobbytätigkeiten: Modellbahn und -elektronik; Bonsaigestaltung; Fotografie mit Bildbearbeitung am PC sowie Gartenarbeit, sorgen für einen gesunden, sanften aber ständigen Beschäftigungsdruck.

  "Bild vom unruhigen Ruhestand"     2014




VitaPhot.

____Die ersten Aufnahmen erfolgten etwa mit 12/13 Jahren und der 6x9 Box meiner Eltern.

Copyright Uwe Fischer - www.fischi-online.de


____Die nächste Kamera, sie hatte die äußere Grundform einäugiger 6x6 Spiegelreflexkameras, war eine 6x6 "Perfekta" (Bakelitgehäuse; Fixfokus Achromat 1:7,7/80; 3 Blendenstufen; Dauer- und Momentbelichtung 1/25s, Rahmensucher).

Copyright Uwe Fischer - www.fischi-online.de


____Mit 15 Jahren folgte dann die erste Kleinbildkamera, eine "Feca" (Bakelitgehäuse; Meritar 3,5/50; Verschluss: Junior 1/25-1/100; B; Fernrohrsucher).

Copyright Uwe Fischer - www.fischi-online.de


____Bereits Perfekta und Feca, sowie eine geliehene Plattenkamera für 9x12 Glasplatten, Planfilm oder Filmpack, wurden zur Umsetzung erster "Gestaltungsversuche" eingesetzt.

                   

                                   



____Traum war eine Spiegelreflexkamera wie "Contax D" oder "Exa", die jedoch finanziell unerreichbar waren. Vorübergehend leistete eine geliehene "Praktiflex" gute Dienste, bevor dann etwa 1959/60 eine "Meisterkorelle" (6x6 Spiegelreflex) die Einsteigerkamera zur beruflichen Entwicklung wurde.

Copyright Michael Sorms - www.dresdner-kameras.de


Ein Beitrag in der Zeitschrift "Fotografie", über das Fotografiestudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (Leipzig), lenkte die Aufmerksamkeit auf ein solches Studium, zur beruflichen Weiterentwicklung.
Nach einer viertägigen Aufnahmeprüfung (Kunstgeschichte / Anzeigengestaltung / Fotoreportage incl. Laborarbeit) begann 1961 das fünfjährige Studium.
Den zwei Jahren des Grundstudiums (Sach- und Porträtfotografie / Gestaltungslehre / Typografie / Kunstgeschichte) folgten zwei Jahre zur freien fotografischen Beschäftigung.
Der Landschaftsfotografie und Reportage sowie dem Reportageporträt galt hier vorwiegend das Interesse.
Das 5.Studienjahr diente zur Anfertigung der schriftlichen Diplomarbeit ("Fotoillustration im Kinderbuch") und der praktischen Diplomarbeit. ("Tag für Tag & Nacht für Nacht" - ein Reportage-Bildband über den Leipziger Hauptbahnhof, und "Luise darf wieder fahren" - ein fotografisch illustriertes Kinderbuch über eine Modellbahnanlage).


____Während des Studiums bewältigte eine "Praktisix", 6x6 Spiegelreflexkamera, (fast) alle Aufgaben, neben verschiedenen Großformatkameras (9x12; 13x18) aus dem Bestand der Hochschule.

Copyright Dr.Mike Otto




VitaWork.

Die Tätigkeit als "Diplomfotograf" begann bei der DEWAG Dresden (Messebau), einem Produktionsbetrieb der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands). Es zeigte sich jedoch sehr bald, meine Erwartungen waren Andere, als die des Arbeitgebers. Nach 4 Monaten kündigte ich, um nun "freischaffend" wirklich tätig zu sein. Dafür war es erforderlich, in den Verband Bildender Künstler der DDR (VBK) aufgenommen zu werden.

____Die freiberufliche Tätigkeit startete mit zwei "Pentaconsix" Gehäusen (6x6 Spiegelreflex; für Farbe und Schwarz/Weiß; Objektiven zwischen 50 mm und 180 mm) und einer Mentor Panorama 18x24 (Prinzip optische Bank). Das Aufnahmeformat 18x24 wurde nie genutzt (nur 13x18), doch es gab zu jener Zeit nur die "GROSSE" zu kaufen.

Copyright Uwe Fischer - www.fischi-online.de Copyright photoschool.narod.ru

Am 1.1.1967 begann mit einem einzigen kleinen Auftrag, Coloraufnahmen zur Illustration eines Kinderbuches, die Selbständigkeit.
SW-Aufnahmen für den Feuilletonteil verschiedener Tageszeitungen bildeten vorerst eine kleine Einnahmequelle.



    Das "Gesicht" einer Balgenkamera und ein "G" bilden die Vorlage für das Signet / Logo
                                    in 35 Jahren selbständiger Tätigkeit.


Seit dem Spätsommer 1967 bis 1989 war die Arbeit für einen Großküchenhersteller und dessen Warenzeichenverband ASCOBLOC (div. Gastronomiegeräte-Hersteller), später im Kombinat Nagema gebündelt, das Hauptbeschäftigungsfeld. Von der SW-Ersatzteilaufnahme bis zum "Großen Regiefoto" wurde alles erledigt. Dabei lag ein Schwerpunkt auf eigener Laborarbeit (Farbe & SW), wohl aus dem Umstand heraus, als Reprofotograf mit Laborarbeiten sehr vertraut zu sein und die Ergebnisse selbst steuern zu können.

Etwa um 1969/70 waren "Fotografikarbeiten" (farbige Umsetzungen von SW-Aufnahmen mittels Isohelie und Pseudosolarisation zu farbigen Bildern) Auslöser für Aufträge beim Fernsehen der DDR (Senderkennungen), Verlag "Bild und Heimat", Kulturprogramm der Leipziger Messe, Plakate, Speisekarten und Geschäftspapiere von Ferienheimen der LDPD (Liberaldemokratische Partei) und diverse Anwendungen in der Werbung.

Neben der Haupttätigkeit für Gastrogerätehersteller ergab sich längerfristige Zusammenarbeit mit dem "Metall-und Leichtbaukombinat" Blankenburg, dem RFT-Fernmeldewerk Arnstadt, und immer wiederkehrende Aufträge zur Illustration von Kinderbüchern des "Verlag Karl Nitzsche" Niederwiesa. Zusammen mit Frau Hannelore Wegener und ihrem Mann Wolfram entstanden Colorfotos (zumeist Tabletop - Aufnahmen) zur Bebilderung von Märchenbüchern, welche als Beschäftigungsbücher (mit Bastelanleitung) angelegt waren.

Über viele Jahre war Marian Günther als hilfreicher fototechnischer Assistent für mich tätig.



____"Pentacon Six" und "Mentor Panorama" mussten bis 1990 für alle Aufgaben, über einen Zeitraum von 20 Jahren (!), genügen. Erst nach dem Ende der DDR konnte die Kameraausrüstung mit einer "Linhof Technikardan 4x5" (Prinzip optische Bank) und einer "Zenza Bronica GS-1" (6x7 Spiegelreflex) den gestiegenen Anforderungen angepasst werden.


Copyright Linhof                                   Copyright Zenza (Bronica)


Auch nach 1990 erfolgten alle Laborarbeiten weiterhin im eigenen Labor. (Filmentwicklung: SW, Color Negativ und Dia; SW und Colorpapierbilder einschließlich CIBACHROME).
Neben der Umstellung auf neue Kamera- und Lichttechnik, galt es auch im Laborbereich, sich auf neue Film- und Papiermaterialien einzustellen.

Das politische und wirtschaftliche Ende der DDR war auch das Aus für die meisten Auftraggeber. Neue Auftraggeber fanden sich in der Lausitzer Textilindustrie, bei Bauträgergesellschaften, mit der "Schipperwerbung Bautzen", mit "Dr. Quendt Backwaren", dem Küchenhersteller "Eschebach" Radeberg, der "Bombastus-Werke" GmbH, (Produzent von Naturheilmitteln) und eine Reihe anderer kleiner Auftraggeber.

Die nach der Jahrtausendwende rasant fortschreitende digitale Fototechnik hätte erhebliche Investitionen erfordert, die sich aber nicht mehr amortisiert hätten, da ein Ende der freiberuflichen Tätigkeit in naher Zukunft feststand.

2002 wurde die 35jährige freiberufliche Tätigkeit als Diplomfotograf / Fotodesigner beendet. Zahlreiche alte und neue Interessen und familiäre Aufgaben stehen nun im Vordergrund.






Meinungen, Anregungen, Kritik (erwünscht) - schlechte Laune (unerwünscht) - oder auch nur Grüße, können HIER hinterlassen werden.
Mit einem KLICK kann man hier zu Wikipedia wechseln.
Klaus Götze
ekg70@web.de
https://ekg40.000webhostapp.com/
www.000webhost.com